Infomarkt Fulda-Main-Leitung

Kontakt und Glossar

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Cindy Schemmel
Referentin für Bürgerbeteiligung

T +49 0 921 50740-2706
E FuldaMain (at) tennet.eu

Cindy Schemmel

Sie wollen regelmäßig über die aktuellen Planungsstände der Fulda Main Leitung informiert werden? Dann könnte unser projekteigener Webblog für Sie interessant sein.

Hier geben wir Ihnen Einblicke in das Projektgeschehen, unser Team und informieren Sie über Neuigkeiten aus der Fachwelt.

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Glossar

Das Thema Netzausbau bringt auf den ersten Blick eine Vielzahl komplexer Begriffe und Belange mit sich. Um potenziell auftretenden Verständnislücken vorzubeugen, bietet Ihnen das Glossar unseres virtuelles Infomarktes einen definitorischen Überblick über die gängigen Fachbegriffe im Kontext der Fulda Main Leitung.

Den Beginn des Genehmigungsverfahrens macht der Antrag nach $6 Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG), der von den Übertragungsnetzbetreibern eingereicht wird. Er enthält mehrere Vorschläge für 1000 Meter breite Trassenkorridore sowie Vorschläge zu den geplanten Inhalten der später vorzulegenden vollständigen Unterlagen nach §8 NABEG. Nach Prüfung der Unterlagen richtet die Bundesnetzagentur Antragskonferenzen aus, zu denen Träger*innen öffentlicher Belange, Umweltverbände und Landesbehörden eingeladen sind sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger teilnehmen dürfen. Dort können zu den Antragsunterlagen Stellungnahmen und Hinweise vorgebracht werden, die von der Bundesnetzagentur gesammelt und geprüft werden. Im Anschluss an die Antragskonferenzen legt die Bundesnetzagentur nach §7 Absatz 4 NABEG den Untersuchungsrahmen fest und bestimmt den erforderlichen Inhalt der nah §8 NABEG einzureichenden Unterlagen.

Das Bundesbedarfsplangesetz legt sämtliche Netzausbauvorhaben fest, die in den kommenden drei Jahren für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb in Deutschland notwendig sind. Die festgelegten Vorhaben werden damit als energiewirtschaftlich notwendig und dringlich eingestuft. Das BBPIG wird vom Bundestag beschlossen. 

Die „Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen“, ist die für Deutschland zuständige Regulierungsbehörde, die in den genannten Sektoren einen wirksamen Wettbewerb sichert und einen diskriminierungsfreien Netzzugang für alle gewährleistet. Sie schützt wichtige Verbraucherrechte und ist zudem für die Umsetzung des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG) verantwortlich.

Das Energieleitungsausbaugesetz trat 2009 in Kraft und sollte den Ausbau des Stromnetzes im Zuge der Energiewende beschleunigen. Das Gesetz beinhaltet 22 Ausbauvorhaben, die bis zum Jahr 2015 fertiggestellt werden sollten und als Grundlage für den weiteren Netzausbau in Deutschland dienen. Mit dem EnLAG wurde zum ersten Mal der Ausbau des Stromnetzes in einem Bedarfsplan festgeschrieben.

Ziel des Energiewirtschaftsgesetzes ist eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht. Das EnWG sichert unter anderem eine transparente und koordinierte Netzausbauplanung für das deutsche Höchstspannungsnetz. Die Ermittlung des Netzausbaubedarfs verläuft dabei in einem mehrstufigen Verfahren.

Unter den Sammelbegriff der Erneuerbaren Energien werden alle Energieträger und Energiequellen gefasst, die sich ständig erneuern oder nachwachsen. Zu den Erneuerbaren Energien gehören somit Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft, Windenergie, Erdwärme (Geothermie) und Gezeitenenergie. Um eine nachhaltige Nutzung der nachwachsenden Ressourcen zu gewährleisten, darf die Verbrauchsrate die Erzeugungsrate nicht übersteigen.

Das Netzausbaubeschleunigungsgesetz dient der Beschleunigung des Ausbaus der länderübergreifenden und grenzüberschreitenden Höchstspannungsleitungen im Sinne des Energiewirtschaftsgesetzes. Zudem legt das Gesetz die Grundlage für einen rechtssicheren, transparenten, effizienten und umweltverträglichen Ausbau des Übertragungsnetzes und dessen Verstärkung.

Der Netzentwicklungsplan ist Teil eines dreistufigen Verfahrens, mit dessen Hilfe gemäß Energiewirtschaftsgesetz der Bedarf für den Netzausbau und -umbau in Deutschland ermittelt wird. Der NEP wird seit 2011 von den vier bundesdeutschen Übertragungsnetzbetreibern erstellt, die darin den Bedarf für den Um- und Ausbau des Höchstspannungsnetzes darlegen. Der NEP wird öffentlich beraten und von der Bundesnetzagentur bestätigt, bevor der Bundestag die bestätigten Vorhaben für den Netzausbau in den Bundesbedarfsplan überträgt.

Im Szenariorahmen geben die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber einen Überblick über den benötigten Netzausbau und die Entwicklung des Stromsektors in den folgenden 10 bis 15 Jahren. Hierfür prognostizieren sie unter anderem den Strombedarf, den zu erwartenden Ausbau der Erneuerbaren Energien und die zukünftige installierte Leistung je Energieträger. Die Übertragungsnetzbetreiber reichen den Szenariorahmen zu jedem geraden Kalenderjahr bei der Bundesnetzagentur ein. Unter Einbeziehung von Bürgern, Verbänden, Unternehmen und Behörden prüft und genehmigt die Behörde die eingereichten Szenarien.

Das Stromnetz in Deutschland ist unterteilt in ein Höchstspannungs-, ein Hochspannungs-, ein Mittelspannungs- und ein Niederspannungsnetz. Das Höchstspannungsnetz dient dem überregionalen Transport von Strom und überträgt Spannungen zwischen 220 und 380 kV. Höchstspannungsleitungen verbinden die Ballungsräume und großen Industriebetriebe mit den Kraftwerken und großen Windparks. Auch der länderübergreifende Stromaustausch findet über das Höchstspannungsnetz statt. Über Hochspannungsleitungen (60-220 kV) wird der Strom zu lokalen Stromversorgern weitergeleitet. Regionale Verteilernetze der Nieder- (230-400 Volt) und Mittelspannungsebene (6-60 kV) transportieren die Energie dann weiter in die Haushalte und zur Industrie.

Träger öffentlicher Belange sind Behörden und Stellen, die aus der Sicht ihres Aufgabenbereiches zu Bauvorhaben Stellung beziehen sollen. Hierzu gehören (Fach-)Behörden der Gemeinden, Landkreise, Länder und des Bundes. Aber auch Unternehmen der Wasserversorgung, Verkehrsbetriebe oder die Bundeswehr können Träger öffentlicher Belange sein.

Übertragungsnetzbetreiber sind Dienstleistungsunternehmen, die die Infrastruktur der überregionalen Stromnetze zur elektrischen Energieübertragung operativ betreiben, für die bedarfsgerechte Instandhaltung und Dimensionierung sorgen sowie Stromhändlern und Stromlieferanten diskriminierungsfrei Zugang zu diesen Netzen gewähren.

Bei Wechselstrom oder auch Drehstrom handelt es sich um elektrischen Strom, der im Gegensatz zu Gleichstrom periodisch und in steter Wiederholung seine Richtung ändert. Dabei ergänzen sich positive und negative Augenblickswerte so, dass der Strom im zeitlichen Mittel null ist. International wird Wechselstrom häufig mit „Alternating Current“ bzw. dem Kürzel AC bezeichnet. TenneT spricht bei Hoch- und Höchstspannungsleitungen von Wechselstrom.

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