Infomarkt Stade-Landesbergen PFA 2
Projektbeschreibung

Projektbeschreibung

Zum Projekt Stade-Landesbergen

TenneT plant einen Ersatzneubau einer 380-kV-Leitung zwischen dem neuen Umspannwerk Stade-West auf dem Gelände des Chemieunternehmens DOW in Stade und dem Umspannwerk Landesbergen im Landkreis Nienburg/Weser. Energieknotenpunkte sind dabei die Umspannwerke an den Endpunkten der Leitung sowie im Leitungsverlauf in Dollern, Sottrum und dem im Bau befindlichen Umspannwerk in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. Dort wird die Energie in die Regionen verteilt oder aus den Regionen abtransportiert. Die rund 155 km lange Leitung erhöht außerdem die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord- Süd-Achse und gewährleistet auch in Zukunft die Versorgungssicherheit und Netzstabilität in Niedersachsen.

Stade-Landesbergen Dollern-Elsdorf

Die Projektphasen

Beauftragung durch den Gesetzgeber

Als Übertragungsnetzbetreiber hat TenneT 2013 offiziell die Beauftragung durch den Gesetzgeber erhalten, die Leitung zwischen Stade und Landesbergen als sogenannten Ersatzneubau mit einer Leistung von 380 kV zu planen und zu realisieren. Grundlage dafür ist der Bundesbedarfsplan, in dem alle Leitungsprojekte in Deutschland festgelegt werden.


Eröffnung Raumordnungsverfahren

Um Risiken, den Eingriff in die Natur und die Beeinträchtigung des Menschen durch Stromprojekte zu minimieren, müssen diese Vorhaben in Deutschland ein zweistufiges Verfahren durchlaufen: Am Anfang steht ein Raumordnungsverfahren, um das Projekt mit den Grundsätzen und Zielen der Landesplanung in Einklang zu bringen. Dabei prüft die verantwortliche Behörde, in diesem Fall das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg, auch ökonomische, ökologische, soziale und auch geografische Aspekte.


Landschaftsplanerische Feststellung

Mit der landschaftsplanerischen Feststellung (LF) legt die Behörde nicht nur einen Korridor für die spätere Leitung fest, in der LF werden auch Aufgaben definiert, wie beispielsweise eine detailliertere Prüfung bestimmter Aspekte, die in der Planfeststellung entschieden werden sollen.


Eröffnung Planfeststellungsverfahren

Das Planfeststellungsverfahren ist die Feinplanung. Hier wird der genaue Verlauf der Trasse durch die Standorte der Maste festgelegt, aber auch Bauwege und die Baustellen, Flächen für den Umweltschutz oder mögliche konkrete Trassenverläufe von Erdkabelabschnitten.

Um das Genehmigungsverfahren übersichtlicher und damit einfacher zu gestalten, wird das Planfeststellungsverfahren für das 155 km lange Netzausbauprojekt Stade – Landesbergen auf insgesamt sieben Abschnitte mit jeweils eigenständigen Verfahren aufgeteilt.

Durch die geringere Zahl von berührten Eigentümern und Anwohnern pro Abschnitt ermöglichen Vorhabenträger und Genehmigungsbehörde eine besonders große und individuell zugeschnittene Transparenz für alle am Verfahren Beteiligten.

Dadurch können die Einzelverfahren zügiger abgeschlossen und die Inbetriebnahme der Leitung durch den abschnittsweisen Bau weiter beschleunigt werden.

Dies bestätigt auch die kurze Zeit von Beantragung bis Beschluss für den Planfeststellungsabschnitt 2.

Weitere Informationen gibt es hier.                                                           

  • Abschnitt 1 - Raum Stade
  • Abschnitt 2 - Dollern-Elsdorf
  • Abschnitt 4 - Sottrum-Verden
  • Abschnitt 5 - Verden-Hoya
  • Abschnitt 6 - Hoya-Steyerberg
  • Abschnitt 7 - Steyerberg-Landesbergen


Planfeststellungsbeschluss

Nach eingängiger Prüfung aller Planfeststellungsunterlagen und der Beteiligung der Öffentlichkeit und möglichen Anpassungen gibt die Genehmigungsbehörde einen sogenannten Planfeststellungsbeschluss aus. Das ist die Erlaubnis für TenneT mit dem Bau zu beginnen und schließt weitere Maßnahmen mit ein, wie beispielsweise das Einrichten von Flächen für den Umweltschutz.


Baubeginn

Mit dem offiziellen Planfeststellungsbeschluss geht die Bauphase los: Bauwege und die Baustellen selbst werden eingerichtet, Material für Fundamente, Masten und Kabel wird eingekauft. Der konkrete Baustart unterscheidet sich je nach Wetterlage, Ortslage und den spezifischen Herausforderungen in den einzelnen Abschnitten.


Fertigstellung

Wenn die Maste fest im Boden verankert und zusammengebaut stehen, die Traversen mit den Stromleitungen beseilt wurden und sämtliche Bautätigkeiten abgeschlossen wurden, ist die Bautätigkeit abgeschlossen und das Stromnetzausbauprojekt fertig. Danach werden noch einige Tests gemacht, um die Sicherheit und Verlässlichkeit der Maste und der Stromkabel zu gewährleisten.


Inbetriebnahme

Wenn alles fertig gebaut wurde und die Tests erfolgreich abgeschlossen sind, steht der Inbetriebnahme der Stromleitung nichts mehr im Weg. Oft gibt es eine kleine feierliche Zeremonie, wenn eine Stromleitung ans Netz angeschlossen wurde und der Strom fließen kann. Denn alle Beteiligten haben bis dahin viel geleistet.


Rückbaubeginn

Bevor die neue Leitung gebaut wird, startet der Rückbau der alten Leitung. Meist in einem parallelverfahren, um eine schnelle Entlastung hervorzurufen.


Rückbauende

Wenn Rückbau abgeschlossen ist, der Strom fließt, die neue Leitung komplett abgebaut und alle Teile abtransportiert sind – dann ist das Ende des Ersatzneubauprojekts erreicht. Der komplette Rückbau markiert den Abschluss eines viele Jahre währenden Prozesses – für eine sichere und zukunftsorientierte Stromversorgung.


Abschnitt 2 im Detail:

Zwischen Dollern und Elsdorf erneuert Tennet auf einer Strecke von rund 37 Kilometern die rund 40 Jahre alte Höchstspannungsleitung: Die Kapazität der Leitung wird erweitert von 220 kV auf 380 kV. Hierbei kommt es zur Neuerrichtung von Masten und dem Rückbau der 220-kV-Bestandsleitung. Im Detail errichtet TenneT 92 Freileitungsmasten auf der 380-kV-Spannungsbene und baut 88 Masten der 220-kV-Ebene zurück.

Die Planung des Ersatzneubaus kommt ein großes Stück voran: Am 19. Mai 2020 begann für Abschnitt 2 zwischen Dollern und Elsdorf die formelle Beteiligung der Öffentlichkeit. Im Rahmen der Planfeststellung erhielten Betroffene und Interessierte die Möglichkeit Einblick in die Planungsunterlagen von TenneT für den Abschnitt zu nehmen sowie Einwendungen und Stellungnahmen abzugeben. Dafür wurden die Unterlagen ausgedruckt in den betroffenen Städten und Gemeinden ausgelegt, waren aber auch online einsehbar.

Die formelle Bürgerbeteiligung, die Diskussion möglicher Einwendungen und die eventuelle Einarbeitung dieser in die Planungsunterlagen gehören zu den finalen Schritten in der Projektplanung. Diese sind nun von der Genehmigungsbehörde geprüft und freigegeben, dem zu folge kann nun der Bau des Teilabschnittes starten.


Trassenverlauf

Der genehmigte Verlauf folgt überwiegend der 220-kV-Bestandtrasse. Abweichungen ergaben sich vor allem aus Gründen des Wohnumfeldschutzes, da gemäß niedersächsischem Landesrecht Abstände von 200 Metern zu Einzelhäusern und 400 Metern zu Ortslagen einzuhalten sind.

Mehr Informationen zum Planfeststellungsbeschluss gibt es unter dem Punkt Planfeststellung im Online-Infomarkt oder bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

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