Infomarkt Pirach-Pleinting
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Gesetzlicher Auftrag und Verfahrensstand

Gesetzlicher Auftrag und Verfahrensstand
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Energiewirtschaftliche Notwendigkeit gesetzlich definiert

Das Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet alle Übertragungs­netz­betreiber ein sicheres, zuverlässiges und leistungsfähiges Energieversorgungsnetz zu betreiben. Der Ersatzneubau der Trasse mit den Abschnitten Pirach – Tann und St. Peter – Pleinting wurde als Bestandteil des Vorhabens Nr. 32 in das Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) aufgenommen. Somit ist die energiewirtschaftliche Notwendigkeit des Trassenausbaus gesetzlich definiert und TenneT zum Netzausbau verpflichtet. Das Vorhaben Pirach – Pleinting ist eines von mehreren im Raum Bayern (siehe Übersichtskarte) und leistet einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Realisierung der Energie­wende. 

Grafik Energiewirtschaftsgesetz

Schaubild TenneT-Projekte Bayern

Verfahrensstand: bisherige Schritte und aktueller Stand

Die geplante Leitung orientiert sich an der Bestandsleitung und gliedert sich in zwei Abschnitte: Der südliche Abschnitt beginnt am Umspannwerk Pirach in Altötting und führt über 27 Kilometer in den Landkreis Rottal-Inn nach Tann. Der nördliche Leitungsabschnitt führt mit einer Länge von 43 Kilometern von St. Peter in Österreich zum Umspannwerk Pleinting im Landkreis Passau. Zwischen Tann und St. Peter wird eine bestehende 220-kV-Leitung zurückgebaut.

Karte Pirach-Pleinting

Welche Trassenvarianten wir in das Raumordnungsverfahren eingebracht haben, finden Sie im Bereich Trassenverlauf und Planung.

Aktueller Stand Projekt Pirach-Pleinting

Erstellung Unterlagen Raumordnungsunterlagen

  • Im ersten Schritt der Entwicklung möglicher Trassenvarianten für das Leitungsbauvorhaben Pirach – Pleinting beauftragte TenneT Gutachter mit der Durchführung einer Raumwider­stands­analyse. Ziel war es, Bereiche mit sehr hohem Raum- und Umweltwiderstand zu ermitteln, um raumverträgliche Trassenkorridore zu entwickeln. Dazu wurden unter anderem ausgewiesene Wohnflächen, landschaftliche Vorbehaltsgebiete, Naturschutzgebiete, Kultur­güter und landwirtschaftliche Nutzflächen analysiert.
  • 2018 wurden erste mögliche Trassenverläufe unter Einbeziehung der betroffenen Kom­munen, Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit entwickelt. TenneT nahm viele Hinweise auf und prüfte diese. Das Ergebnis sowie neue Varianten aus der öffentlichen Beteiligung wurden bei den Antragskonferenzen sowie bei Informationsmärkten für die Öffentlichkeit Anfang 2019 vorgestellt.
  • Bei der Erstellung der Raumordnungsunterlagen wurden Analysen zur möglichen Beein­trächtigung von Schutzgütern integriert. Das Ziel: Die Einflüsse der Trassenvarianten möglichst minimieren.

Pressemitteilung BMWi

  • Im Laufe der Erstellung der Unterlagen wurde eine Gesetzesänderung hinsichtlich einer Teilerdverkabelung für das Projekt in Aussicht gestellt. Das zuständige Bundesministerium veröffentlichte im Juni 2019 eine Pressemitteilung mit einem „Vorschlag für die Lösung der Netzprobleme“. Darin wurde Pirach – Pleinting als Pilotprojekt für eine mögliche Teilerdverkabelung aufgeführt.
  • TenneT unterbrach die bereits fortgeschrittene Erarbeitung der Raumordnungsunterlagen.

Planungsprämissen Erdkabel

  • Ende 2019 begann TenneT mit der Erstellung sogenannten Planungsprämissen Erdkabel für bayerische Projekte, um eine Grundlage für die weiteren Planungen zu schaffen. Diese wurden im Dezember 2019 im Staatsministerium in München vorgestellt und abgestimmt.
  • Seit Januar 2020 existiert eine geeignete, fachliche Methodik, um die bestehenden Trassen­varianten auf die Möglichkeit einer Teilerdverkabelung hin zu überprüfen.

Identifizierung potenzieller Erdkabelabschnitte

  • Die ursprünglich erarbeiteten Freileitungskorridore wurden nun im Hinblick auf eine mögliche Teilerdverkabelung nochmals genauer betrachtet und potenzielle Erdkabel­abschnitte für die weitere Planung identifiziert.
  • Mit der aktuellen Novellierung des Bundesbedarfsplangesetzes (Februar 2021) wird Pirach – Pleinting auch offiziell als Pilotprojekt für eine Teilerdverkabelung auf Wechselstromebene geführt.
  • TenneT hat die bestehende Planung angepasst und die Unterlagen zum Raumordnungs­verfahren um Prüfabschnitte für ein Erdkabel ergänzt.

Die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren für Abschnitt 1 wurden in Q1 2021 bei den zuständigen Behörden eingereicht. Abschnitt 2 folgt Ende Q2 2021.

Das Raumordnungsverfahren wird mit der landesplanerischen Beurteilung abgeschlossen. Hier empfiehlt die zuständige Behörde einen Trassenverlauf. Diese Empfehlung ist nicht rechts­verbindlich, muss aber im nachfolgenden Planfeststellungsverfahren berücksichtigt werden. Im Planfeststellungsverfahren wird schließlich der finale Trassenverlauf inkl. aller Arbeitsbereiche, Zufahrten, Maststandorte u.W. festgelegt. Mit dem Planfeststellungsbeschluss kann der Bau starten.

Beteiligungsmöglichkeiten und weitere Informationen

TenneT ist es ein großes Anliegen, die Öffentlichkeit frühzeitig und offen in alle Planungen mit einzubeziehen. Das Leitungsprojekt soll transparent und im sachlichen Dialog mit allen Beteiligten realisiert werden. Während des Genehmigungsverfahrens haben Bürgerinnen und Bürger direkte und indirekte Beteiligungsmöglichkeiten – diese richten sich nach dem jeweiligen Planungsstand des Projekts.

Indirekte Wege:
Mit Eröffnung des Raumordnungsverfahrens liegen die Planunterlagen in den beteiligten Kommunen aus. In einem gesetzlich festgelegten Zeitraum können interessierte Bürgerinnen und Bürger die Unterlagen einsehen und Einwände an ihre Kommune richten. Diese Kommune kann selbst ebenfalls ihre Einwände formulieren und diese – gemeinsam mit eingegangenen Einwänden ihrer Bürgerinnen und Bürger – an die zuständige Behörde weiterleiten.

Direkte Wege:
Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens besteht für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Einwände direkt bei der zuständigen Genehmigungsbehörde einzureichen.

Interaktiver 3D Raum
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