Infomarkt Pirach-Pleinting
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Mensch und Umwelt

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Als TenneT ist es unsere Aufgabe, die Übertragung von Strom mit einem Maximum an Sicher­heit und Effizienz sicherzustellen und dabei die Beeinträchtigungen für Mensch und Natur auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Deshalb berücksichtigen wir in der Planung stets u. a. Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, geschützte Landschaftsteile, Natur- und Kulturdenkmäler sowie FFH- und Vogelschutzgebiete. Bereits frühzeitig im Genehmigungs­verfahren wird eine Umweltverträglichkeitsstudie durchgeführt, die potenzielle Auswirkungen der Trassenplanung identifiziert und Maßnahmen vorschlägt, um nicht notwendige Eingriffe in die Natur zu begrenzen oder einen Ausgleich zu schaffen.

Kriterien Umweltverträglichkeit

Geringe Geräuschentwicklung bei Freileitungen

Während des Betriebes von Freileitungen kann es bei sehr feuchter Witterung (Regen oder Nebel) zu sog. Korona-Entladungen an der Oberfläche der Leiterseile, kommen. Dabei können, zeitlich begrenzt, Geräusche verursacht werden. Die Schallpegel hängen neben den Witte­rungs­bedingungen im Wesentlichen von der elektrischen Feldstärke auf der Oberfläche der Leiterseile ab. Zur Beurteilung der Geräuschimmissionen von gewerblichen und industriellen Anlagen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) wird die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm 1998) herangezogen. TenneT unterschreitet die gesetzlichen Vorgaben in der Regel deutlich.

Tabelle Geräuschentwicklung

Schutz des Bodens bei Erdkabeln von besonderer Bedeutung

Für das Leitungsbauvorhaben Pirach – Pleinting hat der Gesetzgeber die Möglichkeit einer Teilerdverkabelung geschaffen. Erdverlegte Höchstspannungsleitungen verursachen im Bau Eingriffe in Böden und damit verbunden in die land- und forstwirtschaftliche Nutzung. Neben den Anforderungen zum Bodenschutz sind deshalb auch die Belange der Land- und Forst­wirtschaft zu berücksichtigen. Für die Land- und Forstwirtschaft sind Böden unverzichtbare Grundlage für die Erzeugung von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen. Für einen Leitungsnetzbetreiber ist der Boden insbesondere Baugrund, auf dem ein sicherer und zuverlässiger Bau und Betrieb von Leitungen sichergestellt sein muss.

Als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sowie als unverzichtbare Grundlage für die Erzeugung von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen erfüllt der Boden vielfältige Funktionen. Boden ist eine natürliche Ressource, mit der schonend umzugehen ist, um baubedingte Beeinträchtigungen seiner Funktionsfähigkeit gering zu halten. Umso wichtiger ist es, mit dem Schutzgut sorgsam und fachkundig umzugehen – und das vor, während und nach dem Bau. Zu diesem Zweck hat TenneT Leitlinien zum Bodenschutz erarbeitet, die zusammen mit gesetzlichen Vorgaben die Basis für einen schonenden Umgang bilden.  

Eine Bodenkundliche Baubegleitung (BBB) plant und überwacht die Umsetzung der im Boden­schutzkonzept vorgegebenen Schutzmaßnahmen. Die BBB ist eine unabhängige Beratung durch Bodenschutzfachexperten, die sicherstellt, dass die Anforderungen an den Bodenschutz in allen Projektphasen berücksichtigt werden. Eine wichtige bauvorbereitende Aufgabe der BBB ist die Erfassung des Ist-Zustandes der Böden, um die Bodenfruchtbarkeit vor und nach dem Bau miteinander zu vergleichen.

Schaubild Vorsorgend, Baubegleitend, Nachsorgend

Die BBB begleitet den Prozess der Rekultivierung. Im günstigsten Fall können die Böden direkt nach der Wiederherstellung der Bodenoberfläche wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Wo erforderlich, kann die Wiederherstellung der natürlichen Bodenfunktionen durch landwirt­schaftliche Maßnahmen, wie eine sogenannte Zwischenfruchtbewirtschaftung, unterstützt werden. Die BBB steht Bewirtschaftern und Vorhabenträgern dabei beratend zur Seite. Ziel ist eine sachgerechte Rekultivierung, die individuell auf die örtlichen Verhältnisse und die Bean­spruchung abgestimmt ist. TenneT befindet sich dazu im regelmäßigen Dialog mit den betroffenen Landwirtinnen und Landwirten, um sie während dieser Zeit zu unterstützen und Ausgleichszahlungen für entfallene Erträge abzustimmen. 

Besondere Schutzmaßnahmen im Wald und Forst

Wald- und Forstflächen werden bei der Korridor- und Verlaufsplanung so weit wie möglich umgangen. Wenn eine Umgehung nicht möglich ist, greifen besondere Schutzmaßnahmen, um die Auswirkungen auf die Natur und die Forstwirtschaft so gering wie möglich zu halten. So wird bereits während der Planung geprüft, inwieweit die Kabel mit vorhandenen Schneisen für Straßen, Waldwegen, Freileitungen oder anderen erdverlegten Infrastrukturleitungen gebündelt werden können. Während der Bauphase werden Arbeitsflächen möglichst klein gehalten. Nach dem Bau werden die Nutzungsmöglichkeiten der Schneise und des Schutzstreifens den örtlichen Gegebenheiten angepasst und mit dem Grundstückseigentümer/-bewirtschafter abgestimmt.

Kartierungsarbeiten zur Erfassung von Tierbeständen

In der aktuellen Planungsphase kurz vor Einleitung des Raumordnungsverfahrens führt TenneT umfassende Kartierungsarbeiten entlang der Trasse durch. Ziel der Kartierungsarbeiten ist die Gewinnung von Erkenntnissen zum Umweltschutz, die anschließend zur möglichst umwelt­freundlichen Planung des Projekts genutzt werden. Um ein landschaftsökologisches Gesamt­bild zu bekommen, werden eine Reihe von Methoden eingesetzt, wie beispielsweise Sicht­beobachtungen von Tieren oder Horchboxen zur Erfassung von Fledermausbeständen. Die Naturschutzbehörden werden dabei stets eingebunden, um Mensch und Natur bei den Arbeiten möglichst wenig zu belasten.

Tierschutz

Interaktiver 3D Raum
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Stele mit Freileitung, Erdkabel und Kabelübergangsanlage