Infomarkt Pirach-Pleinting
Stele

Trassenverlauf und Planung

Trassenverlauf und Planung
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Charakteristik der Leitungsabschnitte

Das Projekt Pirach – Pleinting wird als Ersatzneubau geplant. Das bedeutet, dass zunächst eine neue, leistungsfähigere Leitung gebaut und nach Inbetriebnahme die bestehende Leitung zurückgebaut wird. Die Bestandsleitung verläuft aktuell auf rund 87 km durch die nieder- und oberbayerischen Landkreise Altötting, Rottal-Inn und Passau.

Der Trassenverlauf des Ersatzneubaus orientiert sich zunächst am Verlauf der Bestandsleitung. Unter Berücksichtigung verschiedener Schutzgüter wird die neue Leitung möglicher­weise von der Bestehenden abweichen.

Video Charakteristik der Leitungsabschnitte
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Prozess Variantenfindung

Den idealtypischen Prozess der Variantenfindung verdeutlicht unser sogenannter Varianten­trichter. Derzeit befinden wir uns beim Punkt „Unterlagen Raumordnungsverfahren“.

Schaubild Prozess Variantenfindung

Raumwiderstandsanalyse

Bei der Raumwiderstandsanalyse ermitteln wir als TenneT Bereiche mit sehr hohem Raum­widerstand, um später Korridore in möglichst konfliktfreien Räumen abzugrenzen. Grundsätzlich gilt es hier auf die Raum- und Siedlungsstruktur (bspw. Abstand zur Wohn­bebauung), die Freiraumstruktur (Naturschutz, Erholungsgebiete, Tourismus) und die Infra­struktur (Verkehr, Wasserleitungen, Rohstoffförderung) zu achten. Außerdem werden die Auswirkungen auf die Umwelt in einer umfangreichen Studie gesondert ermittelt. Untersuchungsräume mit sehr hohem Raumwiderstand gelten als zulassungshemmend und werden in der Regel nicht weiterverfolgt. Bereiche mit mittlerem oder geringem Raum­widerstand kommen demgegenüber besonders für einen potenziellen Trassenverlauf infrage.

TenneT ist im Jahr 2018 als zuständiger Übertragungsnetzbetreiber in die ersten vorbereiten­den Planungsschritte eingestiegen.

Hinweise Behörden, Träger Öffentlicher Belange (TÖB) und Bürger

In einem nächsten Schritt bindet TenneT Behörden, Träger öffentlicher Belange und Bürgerinnen und Bürger in das Verfahren ein. Träger öffentlicher Belange sind Städte und Gemeinden, Fachbehörden, anerkannte Verbände (z. B. Naturschutz) und Vereine. Diese frühe Einbindung ist vom Gesetzgeber zu dieser Phase nicht vorgeschrieben, ist allerdings dennoch ein wichtiges Anliegen der TenneT. Mit der rechtzeitigen Erfassung und Prüfung planungs­relevanter Hinweise soll gewährleistet werden, dass TenneT die eingegangenen Hinweise nach Möglichkeit in den weiteren Verfahrensschritten berücksichtigen kann.

Im Juli 2018 hat TenneT die Bürgerinnen und Bürger aus der Region Nieder- und Oberbayern darum gebeten, planungsrelevante Hinweise zu den ersten möglichen Trassenvorschlägen des Ersatzneubauprojekts Pirach – Pleinting zu geben. Diese wurden bis zum Herbst 2018 geprüft.

Unterlagen Raumordnungsverfahren

Nach Prüfung und Einbeziehung relevanter Inhalte bereitet TenneT die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren vor und übermittelt diese an die zuständige Behörde. Die Unterlagen enthalten einen Erläuterungsbericht mit einem Variantenvergleich und einer allgemein­verständlichen Zusammenfassung, eine Raumverträglichkeitsstudie, eine Umweltverträglich­keits­studie und Berichte zu weiteren Untersuchungen wie z. B. Schallemissionen (siehe dazu auch Mensch und Umwelt).

Die Raumordnungsbehörde bewertet die vorgelegten Trassenkorridore und prüft, ob diese mit den Vorgaben der Raumordnung vereinbar oder unvereinbar sind. Die Festlegung auf eine Trasse für die sich anschließende Feintrassierung obliegt der TenneT TSO GmbH als Vorhabenträgerin.

Kommentierte Planung Teilabschnitt 1
Pirach - Tann

Video Kommentierte Planung
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Kommentierte Planung Teilabschnitt 2
St. Peter - Pleinting

Video Kommentierte Planung 2
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Formelles Beteiligungsverfahren

Mit Eröffnung des Raumordnungsverfahrens liegen die Planunterlagen in den beteiligten Kommunen aus. In einem gesetzlich festgelegten Zeitraum von sechs Wochen (4 Wochen Einsicht und 2 weitere Wochen für Einwände) können interessierte Bürgerinnen und Bürger die Unterlagen einsehen und Einwände an ihre Kommune richten. Die genaue Länge des Beteiligungsverfahrens obliegt jedoch der zuständigen Raumordnungs­behörde. Diese Kommune kann selbst ebenfalls ihre Einwände formulieren und diese – gemeinsam mit eingegangenen Einwänden ihrer Bürgerinnen und Bürger – an die zuständige Behörde weiterleiten.

Nach derzeitiger Planung werden die Unterlagen nach den Sommerferien in Bayern in den entsprechenden Kommunen ausgelegt.

Formelles Beteiligungsverfahren

Weiteres Vorgehen und Planfeststellung

Das Raumordnungsverfahren wird mit der landesplanerischen Beurteilung abgeschlossen. Hier bewertet die zuständige Behörde die Trassenverläufe. Diese Bewertungen sind nicht rechtsverbindlich, müssen aber im nachfolgenden Planfest­stellungs­verfahren berücksichtigt werden. Im Planfest­stellungs­verfahren wird schließlich der finale Trassenverlauf inkl. aller Arbeitsbereiche, Zufahrten, Maststandorte u.W. festgelegt. Mit dem Planfeststellungsbeschluss kann der Bau starten.

Video Ausblick auf die nächsten Verfahrensschritte
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Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens besteht für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Einwände direkt bei der zuständigen Genehmigungsbehörde einzureichen.

Interaktiver 3D Raum
Boden Interaktiver Raum
Stele mit Richterhammer und Paragrafen-Zeichen
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Personen im Gespräch
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