Infomarkt SuedOstLink Abschnitt C2
Bagger und Erdkabel-Rolle

Erdkabel-Bau und Technik

Das Vorhaben 5a wird in Bayern vollständig als Erdkabel geplant und realisiert. Für die Übertragungsleistung von zwei Gigawatt werden zwei Kabel – ein Plus- und ein Minuspol – benötigt, die wir in Schutzrohre einziehen. In diesem Teil des virtuellen Infomarktes erfahren Sie mehr zur Erdkabel-Technologie und den einzelnen Schritten der Bauphase.

 

Dr. Reiner Lübke,
Projektleitung Tiefbau Projekt SuedOstLink

Dr. Reiner Lübke

Fünf Fragen an Dr. Reiner Lübke

Wir verwenden für SuedOstLink 525-Kilovolt-Kabel, die hohe Ansprüche an Temperaturbeständigkeit, Zugfestigkeit und Flexibilität erfüllen. Die Leiter im Inneren der Kabel bestehen aus Kupfer, welches im Gegensatz zum herkömmlich verwendeten Aluminium eine deutlich bessere Leitfähigkeit hat.

Für SuedOstLink werden wir zwei Kabelgräben nebeneinander ausheben. An der Sohle sind die Gräben jeweils etwa zwei Meter breit. Der Abstand zwischen der Mitte des einen Grabens und der Mitte des zweiten Grabens, der sogenannte Achsabstand, beträgt rund 8 Meter.

Der Schutzstreifen nach Verlegung wird im Offenland rund 16 Meter und im Wald circa 20 Meter breit sein. Nach Abschluss der Bauphase kann dieser Schutzstreifen landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzt werden. Allerdings muss die Fläche von tiefwurzelndem Gehölz und Bebauung freigehalten werden.

Bislang hatten wir die Verlegung von zwei Höchstspannungs-Erdkabeln mit einer Leistung von zwei Gigawatt in einem Kabelgraben und die Verlegung von zwei Rohren in einem weiteren Graben vorgesehen. In diese Rohre werden bis 2030 zwei Erdkabeln für das Vorhaben 5a verlegt und montiert. Hierzu muss also kein weiterer Kabelgraben ausgehoben werden.

Die Bauphase unterteilt sich in drei große Arbeitsschritte: Zunächst werden wir die beiden Kabelgräben ausheben und hierzu den Oberboden und anschließend den Unterboden abtragen. Die einzelnen Bodenschichten werden getrennt voneinander gelagert. Danach verlegen wir die vier Rohre für beide Vorhaben und verfüllen die Gräben mit dem Aushub. Im Anschluss werden wir die Kabel für das Vorhaben 5 in zwei Rohre einziehen. Die einzelnen Kabelteilstücke werden mit Hilfe sogenannter Muffen miteinander verbunden. In einer späteren Bauphase verfahren wir ebenso mit den Kabeln für das Vorhaben 5a, die wir in die anderen beiden Rohre einziehen und montieren.

Die Fläche, die während der Bauphase beispielsweise für die Lagerung von Aushub und Erdkabeln benötigt wird, hat in der Regel eine Breite von etwa 40 - 45 Meter. Sie erstreckt sich über die im Bau befindliche Trasse und wird als Arbeitsstreifen bezeichnet.

Die Verlegung der Erdkabel in Schutzrohre bietet zwei wesentliche Vorteile: Zum einen werden die Kabel gegen Einflüsse von außen geschützt – beispielsweise die Beschädigung durch Pflanzenwurzeln. Zum anderen wird die im Fall eines Kabelfehlers erforderliche Reparatur erleichtert.

Das Grabenprofil für SuedOstLink – Vorhaben 5 und 5a

Das Grabenprofil für SuedOstLink – Vorhaben 5 und 5a

Leiter aus Kupfer

– überträgt den Gleichstrom

Innere halbleitende Schicht

– macht das elektrische Feld im Kabel gleichmäßig

Kabelisolation aus thermoplastischem Elastomer

– sichere elektrische Isolation des Leiters zur Umgebung

Lichtwellenleiter

– dient der Kabelüberwachung

Äußere halbleitende Schicht

Wasserquellbares Band

– verhindert Wasserausbreitung längs des Kabels

Aluminiummantel

– schützt das Kabel vor Feuchtigkeit

Kunststoffmantel

– schützt als feste Außenhülle das Kabel vor Beschädigung
Querschnitt Kabel

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Weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Website SuedOstLink

Interaktiver 3D Raum
Boden Interaktiver Raum
Pinnwand mit Trassenkarte
Bagger und Erdkabel-Rolle
Ordner
Stele mit Taschenrechner
Zwei Personen sprechen miteinander