Infomarkt SuedOstLink Abschnitt D2
Stele mit Ordner

Antrag auf Planfeststellungs­beschluss für das Vorhaben 5a

Am 11. Juni 2021 reichen wir einen Antrag auf Planfeststellungsbeschluss nach § 19 NABEG für das Vorhaben 5a bei der Bundesnetzagentur als Genehmigungsbehörde ein (Information zu Vorhaben 5a). Im Antrag gehen wir unter anderem darauf ein, welche Auswirkungen unser geplantes Vorhaben 5a auf die Schutzgüter (Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit; Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt; Fläche; Boden; Wasser; Luft und Klima; Landschaft; kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter sowie auftretende Wechselwirkungen) gemäß Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP haben könnte und welche Untersuchungen wir durchführen, um einen möglichst verträglichen Leitungsverlauf vorschlagen zu können.

Inhalte des Antrags auf Planfeststellungsbeschluss für das Vorhaben 5a 

Matthias Herold, 
Genehmigungsplaner im Planungsabschnitt D2

Matthias Herold

Fragen zu den Inhalten des Antrags beantwortet Matthias Herold, Genehmigungsplaner im Planungsabschnitt D2.

Wir starten damit das Planfeststellungsverfahren. Wir beantragen formal die Genehmigung eines Trassenverlaufs für das Vorhaben 5a. Zuvor ist das Vorhaben 5a mit Inkrafttreten der Novelle des Bundesbedarfsplangesetzes am 4. März 2021 gesetzlich beschlossen worden. Allerdings legt das Gesetz nur fest, wo das Vorhaben beginnt und wo es endet – also die Netzverknüpfungspunkte. Mit unserem Antrag machen wir einen ersten Vorschlag, wie das Vorhaben in Bayern im Abschnitt D2 zwischen Nittenau und Pfatter verlaufen könnte.

Unser Trassenvorschlag mit Alternativen entspricht dem Trassenverlauf, der bereits mit dem Untersuchungsrahmen nach § 20 Netzausbaubeschleunigungsgesetz durch die Bundesnetzagentur bestätigt worden ist. Mehr Informationen hierzu sowie den beantragten Vorschlag mit Alternativen finden Sie im Bereich Planung und Genehmigung des digitalen Infomarktes. Mit der weiteren Planung konkretisieren wir den Trassenverlauf und passen ihn an. Dabei wählen wir den Verlauf mit möglichst geringen Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt.

Wie jedes Bauprojekt wird sich auch Vorhaben 5a als Teil von SuedOstLink auf die Natur und Umwelt auswirken. In dem Antrag legen wir dar, von welchen konkreten Auswirkungen auf die sogenannten Schutzgüter wir ausgehen. Zu den schützenswerten Gütern zählen unter anderem der Mensch, Tiere, Pflanzen, der Boden, die Landschaft, das Wasser, das Klima sowie das kulturelle Erbe. Wir versuchen die Auswirkungen auf die Schutzgüter so gering wie möglich zu halten. Damit wir die Auswirkungen vorhersehen können, führen wir verschiedene Untersuchungen durch.

Anders als bei Freileitungen tritt um unsere Erdkabelleitung kein elektrisches Feld auf, da das elektrische Feld vollständig vom metallischen Kabelmantel abgeschirmt wird. Lediglich ein magnetisches Gleichfeld wird um die Kabel auftreten. Dieses Feld wird bereits fünf bis zehn Meter von der Leitung entfernt dem Wert des natürlichen Erdmagnetfeldes entsprechen, welches uns ständig umgibt. Die Höhe des Magnetfelds um die Leitung wird den gesetzlichen Grenzwert deutlich unterschreiten.

Die Festlegung des Untersuchungsrahmens nach § 20 Netzausbaubeschleunigungsgesetz ist der nächste Schritt im Genehmigungsverfahren für das Vorhaben 5a. Mit dem jetzigen Antrag legen wir die Grundlage dafür. Der Untersuchungsrahmen bestimmt dann, welche Gutachten, Studien und weiteren Unterlagen für die Planung des finalen Trassenverlaufs notwendig sind und welche Trassenverläufe wir genauer untersuchen müssen.

Der letzte Antrag vom Februar 2020 umfasste das Vorhaben 5 und einen weiteren Kabelgraben für zwei Leerrohre für zukünftigen Übertragungsbedarf. Der heutige Antrag konzentriert sich auf das Vorhaben 5a, mit dem dieser Leerrohrgraben nach der Novelle des Bundesbedarfsplangesetzes bis 2030 befüllt werden soll. Der heutige Antrag des Vorhabens 5a baut auf dem Antrag des Vorhabens 5 vom Februar 2020 auf. Er basiert auf der Festlegung des Untersuchungsrahmens nach § 20 Netzausbaubeschleunigungsgesetz für das Vorhaben 5 im Oktober 2020 durch die Bundesnetzagentur. Dort legte die Bundesnetzagentur fest, wie unsere Planungen angepasst werden sollen und welche weiteren Untersuchungen durchzuführen sind.

Wegen des räumlichen und zeitlichen Zusammenhanges zwischen Vorhaben 5 und Vorhaben 5a beantragen wir bei der Bundesnetzagentur, dass die finale Planfeststellungsentscheidung durch die Bundesnetz­agentur nach § 24 Netzausbaubeschleunigungsgesetz beide Vorhaben umfasst. Dadurch kann die Bundesnetzagentur die Wechselwirkungen zwischen beiden Vorhaben integriert betrachten und so sich aufhebende oder verstärkende Wirkungen beider Vorhaben in die detaillierte Trassen- und Ausführungsplanung einbeziehen.

Einige der Schutzgüter, die wir bei TenneT bei den Planungen des Trassenverlaufs berücksichtigen

Interaktiver 3D Raum
Boden Interaktiver Raum
Pinnwand mit Trassenkarte
Bagger und Erdkabel-Rolle
Ordner
Stele mit Taschenrechner
Zwei Personen sprechen miteinander